News 2018

 

 

Hauke Schmidt

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitglieder des Handel - und Gewerbevereins Südangeln,

nach einer langen Zeit mit viel Regen und zum Schluss auch noch einmal einer Menge Schnee geht dieser Winter zur Osterzeit nun allmählich seinem Ende entgegen. Die Osterferien bringen noch nicht die erhofften höheren Temperaturen, dennoch ist die Vorfreude auf die nun beginnende Garten- und Pflanzzeit bei allen groß, um die Überbleibsel der grauen Jahreszeit zu beseitigen. Bei wärmerem Wetter und Sonnenschein geht einem die Arbeit doch leichter von der Hand und auch die Freizeitgestaltung verlagert sich wieder mehr ins Freie.

Hierzu passt gut, dass allmählich auch wieder die Gastronomiebetriebe ihre Aktivitäten in den Außenbereich verlegen können und auch die Tolkschau wieder ihre Tore öffnet. Der Tourismus nimmt wieder spürbar zu und es herrscht überall ein reges Treiben. Dieses herrscht derzeit auch um die Schlei herum, auch wenn der Anlass mit der Verschmutzung durch kleine Plastikteilchen ein eher bedenklicher ist, und uns wieder einmal vor Augen führt, wie sensibel unsere Umwelt ist und wie sorgenfrei wir teilweise damit umgehen. Wir freuen uns gemeinsam auf ein spannendes und ereignisreiches Jahr 2018 mit einer starken Konjunktur, in dem wir gemeinsam weiterhin vor neuen Herausforderungen und Entwicklungen stehen und vielleicht ja sogar wieder Fußball-Weltmeister werden.

Alle aktuellen Informationen zum HGV Südangeln finden Sie auch weiterhin auf unserer Homepage unter www.hgv-suedangeln.de. Neue Mitglieder sind im HGV Südangeln natürlich immer willkommen.

Freundliche Grüße
Hauke Schmidt, Kassenwart des HGV,
Firmenkundenberater der Schleswiger Volksbank eG


Ausgezeichnete Qualität: Medaillenregen für Baum- & Rosenschule Clausen auf der Bundesgartenschau 2017

Holger Clausen (Mitte) erhielt die Auszeichnungen von Dr. Gerald Fink (re.) Foto BdB-LV S-H, M. Wienert

Blühende Qualität, die begeistert: Längst gehören die Rosen der Baum- und Rosenschule Clausen aus Böklund zu den beliebten Ausstellungen auf den großen Gartenschauen der Republik. Immer wieder gelingt es, mit den ausgesuchten Pflanzen und deren überdurchschnittlicher Qualität zu überzeugen. Über einen ganz besonderen Erfolg durfte sich Holger Clausen anlässlich der Internationalen Gartenschau Berlin 2017 freuen: Für seine Ausstellungsbeiträge wurde er mit gleich 11 Medaillen bedacht. Die Ehrung wurde dem Inhaber des Böklunder Betriebes aus der Hand von Dr. Gerald Fink vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt in Schleswig-Holstein überreicht. Eine Erfolgsgeschichte, die gerne fortgeschrieben werden soll. „Wir haben schon im Herbst 2017 Rosen aus der betriebseigenen Kultur auf dem zukünftigen Bundesgartenschau Gelände 2019 in Heilbronn gepflanzt“, verrät Holger Clausen.

Wer jetzt rückschneidet, darf sich auf sommerliche Staudenpracht freuen.

Damit auch Hobbygärtner im Sommer viel Freude an ihren Rosen haben, rät Holger Clausen jetzt zum kräftigen Erziehungsschnitt an modernen Rosen. Der Rückschnitt sollte mit einer ausgewogenen Düngung verbunden werden. „So wird für einen starken Durchtrieb gesorgt, der mit schönen Blüten im Sommer abschließt“, weiß der Fachmann. Auch Stauden sollten jetzt von trockenen Pflanzenteilen befreit und zurückgeschnitten werden. Chinaschilf darf gerne bodeneben zurückgeschnitten werden, Pampasgras hingegen sollte nur sehr verhalten bis gar nicht geschnitten werden. Das späte Frühjahr ist auch Pflanzzeit für Hecken oder Obstbäume, denn jetzt sind die Böden noch feucht. Übrigens: Noch bis Anfang Mai findet der Verkauf der wurzelnackten Rosen statt. „Die Wurzelware kann jetzt noch ideal eingesetzt werden und ist eine günstige Alternative zu den Topfpflanzen“, lautet der Spartipp von Holger Clausen.


Vielfalt und Kollegialität — die Ausbildung zum Dachdecker hat viel zu bieten

Malte Benckwitz und Finn Hildebrandt schätzen ihre Ausbildung.

„Ich würde mich wieder für eine Lehre zum Dachdecker entscheiden“, sagt Finn Hildebrandt, Auszubildender im dritten Lehrjahr bei der Firma Roof-Tec. Im Sommer steht für ihn bereits die Gesellenprüfung an. Und auch Malte Benckwitz findet nach knapp zwei Jahren lobende Worte für die Ausbildung. „Am Ende weiß man, dass man ein richtiges Handwerk beherrscht“, erklärt er. Außerdem schätzt er die Arbeit an der frischen Luft und die abwechslungsreichen Aufgaben. Damit benennt er zwei Kernpunkte der Tätigkeit des Dachdeckers, genauer gesagt des Dach-, Wand– und Abdichtungstechnikers, wie die Fachrichtung des Berufsbildes korrekt lautet. Schon die Materialkunde beinhaltet verschiedenste Stoffe von Holz, Beton, Schiefer über PVC, Bitumen bis zu Metall. Die handwerklichen Tätigkeiten reichen vom Herstellen von Holzkonstruktionen über Löten und Schweißen bis zum geradlinigen Eindecken mit Dachziegeln und Dachsteinen oder dem Einbau von Wohnfenstern. „Unsere Projekte sind ganz unterschiedlich und reichen vom Bushäuschen über das Anlegen von Gründächern bis zum Schuldach. Wir teilen unsere Teams möglichst auf wechselnden Baustellen ein, sodass keine Eintönigkeit vorkommt“, sagt Firmenchef Arne Eggert. Kollegiale Atmosphäre und Teamgeist werden in dem Taarstedter Unternehmen groß geschrieben. Dafür sorgen regelmäßige Teamsitzungen und eine externe Supervision. Zu den weiteren Annehmlichkeiten gehören eine gute Bezahlung vom ersten Lehrjahr an, kurze Anfahrtswege zu den Baustellen, Förderung beim Erwerb des Führerscheins und ausgezeichnete Berufsaussichten. Der Blockunterricht findet in Lübeck-Blankensee statt. Eine Besonderheit ist auch die Möglichkeit, im Rahmen eines Austausches ein anderes Unternehmen, zum Beispiel einen Schieferbetrieb an der Mosel, kennenzulernen. „Wir fördern unsere Auszubildenden und übernehmen sie sehr gerne“, betont Arne Eggert. Wer also Lust hat, zum 1. August diese abwechslungsreiche Ausbildung anzutreten, kann jetzt noch seine Bewerbung auf den Postweg bringen.

© 2018 Kirsten Schultz

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Ein strahlendes Lächeln für die Region: zahnmedizin im zentrum auf Expansionskurs

Das Ärzteteam von zahnmedizin im zentrum. / Foto: Lenz

An mittlerweile vier Standorten von Schleswig über Böklund und Süderbrarup bis nach Handewitt kümmert sich das Team von zahnmedizin im zentrum darum, dass jedes Lächeln noch schöner wird. 2016 übernahm das Schleswiger Zahnärzte-Team in Böklund eine von der Schließung aus Altersgründen bedrohte Praxis. Anfang 2017 erfolgte der Umzug in den Neubau in der Schleswiger Straße 5. Auf 450 Quadratmetern finden dort großzügige Behandlungs– und Beratungsräume sowie mehrere Prophylaxezimmer Platz. „Wir wollen der Ärzteflucht auf dem Land entgegenwirken, quasi die Lücken in der Region füllen“, erklärt Dr. Marc Bruhn, der in Böklund gemeinsam mit seinen Kollegen Partner für Zahngesundheit ist. Ein Konzept, das aufgeht und überzeugt: Seit dem vergangenen Jahr ist zahnmedizin im zentrum auch mit einem Standort in Handewitt vertreten. In der modernisierten und erweiterten Praxis sind die angestellten Zahnärzte Sandra Dobbrick und Jonas Frahm gemeinsam mit dem Schleswiger Ärzteteam für alle Patienten aus und um Flensburg da.

Gebündelte Kräfte: Fachkompetenz und kurze Wege

Seit Kurzem gehört auch Andrea Liebholz neben Bernhard Frank, Dr. Martin Frank, Dr. Kai Trenktrog und Dr. Marc Bruhn als fünfter Kopf der Gesellschaft an. Auch sie hatte mit ihrer renommierten Praxis in Süderbrarup die Folgen der Schließung diverser Praxen im Umfeld zu spüren bekommen: „Wir waren irgendwann an dem Punkt, an dem wir neuen Patienten keine Termine mehr anbieten konnten“, berichtet die Zahnärztin. Sie suchte deshalb nach einer Lösung aus der Misere und fand diese mit zahnmedizin im zentrum. Der Zusammenschluss schafft nicht nur Synergien im Verwaltungsbereich, sondern bringt auch für die Patienten spürbare Vorteile mit sich. „Jeder der Kollegen hat sein Spezialgebiet und wir pflegen einen intensiven Austausch. Von dieser Bereicherung profitieren alle“, ist Andrea Liebholz überzeugt. So stehen allen Patienten die moderne Diagnostik, Implantologie und Prophylaxe zur Verfügung. Und auch in Süderbrarup selbst wird das Angebot erweitert: Die Praxisfläche dort wird deutlich vergrößert und mit Kollegin Pia Wächtler personell verstärkt, sodass auch die Öffnungszeiten verlängert werden können.

Noch mehr Grund zum Lächeln: fachzahnärztliche Kieferorthopädie bei ziz

Ein schönes Lächeln zeichnet sich nicht nur durch gesunde, sondern auch durch gerade Zähne aus. Seit Februar 2018 verfügt zahnmedizin im zentrum über eine eigene fachzahnärztliche Abteilung für Kieferorthopädie. Der große Vorteil für die Patienten liegt auch hier in den kurzen Wegen. In direkter Kommunikation mit den Fachbereichen kann umfassend und frühzeitig beraten und die richtige Behandlung geplant und durchgeführt werden. So werden Zahnfehlstellungen im besten Fall früh verhindert oder nachträglich korrigiert. Die meisten Therapien finden zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr statt. Doch auch im Erwachsenenalter kann eine kieferorthopädische Behandlung Sinn machen. So zum Beispiel als Vorbehandlung für geplante Prothesen. Denn die richtige Stellung von Kiefer und Zähnen bildet die statische Grundvoraussetzung für die Funktionalität beim Kauen, Atmen oder Bewegungen der Zunge.

Auf einen Blick:

zahnmedizin im zentrum
Stadtweg 53-55, Schleswig
Telefon: 046 21 / 991 20
Mo-Fr 7.30-19.30 Uhr
Sa und So 9-12.30 Uhr

zahnmedizin im zentrum
Schleswiger Straße 5, 24860 Böklund
Telefon: 046 23 / 15 25
Mo-Fr 7.30-19.30 Uhr

zahnmedizin im zentrum
Wiesharder Markt 20, 24983 Handewitt
Telefon: 046 08 / 97 13 48
Mo, Di u. Do 8- 12 und 15-18 Uhr
Mi und Fr 8-12 Uhr

zahnmedizin im zentrum
Holmer Straße 11
24392 Süderbrarup
Telefon: 04641 / 9879141
Mo-Fr 7.30-19.30 Uhr (ab 1.4.2018)

www.deine-zahnarztpraxis.de


Gute Gesellenprüfung nach verkürzter Lehrzeit

Max Kulling absolvierte die Gesellenprüfung mit Erfolg.

Freude im Baugeschäft Bernd Oldsen: Am 22. Februar hat Max Kulling seine Gesellenprüfung zum Maurer mit gutem Ergebnis bestanden. „Wir gratulieren Max Kulling zu seinem Erfolg und freuen uns, dass wir ihn als Gesellen übernehmen können“, so Bernd Oldsen. Aufgrund seiner guten Leistungen hatte Max Kulling seine Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzen können. So zielstrebig der junge Mann aus Twedt sich bereits während seiner Lehrzeit zeigte, so klar sind seine weiteren Pläne: Zunächst möchte der Junggeselle weitere praktische Erfahrung sammeln, um dann ein Studium mit dem Ziel Berufsschullehrer zu beginnen. „Es macht mir einfach Spaß, mein Wissen weiter zu geben“, sagt er.


Steuerberater-Tipps von Weitkamp, Hirsch & Kollegen

Kassennachschau ab 2018

Die Finanzverwaltung hat ab 01.01.2018 die Möglichkeit einer Kassennachschau. Zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Aufzeichnung und Buchung von Kasseneinnahmen und Kassenausgaben können Finanzbeamte - ohne vorherige Ankündigung, außerhalb einer Außenprüfung und während der üblichen Geschäfts- und Arbeitszeiten Geschäftsgrundstücke und Geschäftsräume von Steuerpflichtigen betreten, um Sachverhalte festzustellen, die für die Besteuerung erheblich sein können. Der Steuerpflichtige hat auf Verlangen Aufzeichnungen, Bücher sowie die für Kassenführung erheblichen sonstigen Organisationsunterlagen vorzulegen. Hierbei ist noch einmal auf die Verfahrensdokumentation hinzuweisen, diese soll bestehen aus einer allgemeinen Beschreibung, einer Anwender-, einer technischen System- und einer Betriebsdokumentation. Sollten diese Sachen nicht vorliegen, kann es zur Verwerfung der Buchführung kommen und zu erheblichen Hinzuschätzungen.

Höhere Wertgrenzen bei geringwertigen Wirtschaftsgütern

Ab 01.01.2018 gelten bei der Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG´s) höhere Wertgrenzen. Die Wertgrenze ist von 410,00 Euro auf 800,00 Euro erhöht worden. Der Betrag von 800,00 Euro ist ein Nettobetrag (ohne Umsatzsteuer).

Höhe der Nachzahlungszinsen verfassungswidrig?

Seit der anhaltenden Niedrigzinsphase werden die Finanzgerichte immer wieder mit der Frage beschäftigt, ob die Höhe des gesetzlichen Zinssatzes von 6% im Jahr für Steuernachzahlungen verfassungswidrig ist. Diesbezüglich ist ein Verfahren bei dem Bundesfinanzhof in München anhängig. Insoweit sollte gegen den hohen Nachzahlungszins Einspruch eingelegt werden.

(Foto: ALDO)

Schöne Bescherung bei der Schleswiger Tafel: Baugeschäft Bernd Oldsen beschert warme Kinderfüße

Bauunternehmer Bernd Oldsen sorgte für leuchtende Augen bei der Schleswiger Tafel.

Die Freude bei Cathérine Matzen und Christa Spruner von Mertz war groß, als Bernd Oldsen im November letzten Jahres die Nachricht überbrachte, dass er ein Geschenk für die Schleswiger Tafel plante. „Wir versorgen als Einrichtung unter Trägerschaft der Johanniter–Unfallhilfe e.V. rund 600 Familien aus Schleswig und dem Umland. Wir sind über jede Spende absolut glücklich und freuen uns über die Wertschätzung und Unterstützung unserer Arbeit“, versichern die beiden Tafelleiterinnen. Die Übergabe des symbolischen Schecks über 500 Euro am 13. Dezember sorgte für leuchtende Augen nicht nur bei den Beschenkten, sondern auch beim Spender selbst. „Wir veranstalten jedes Jahr am ersten Freitag im Dezember ein Punschtrinken mit einem kleinen Weihnachtsbaumverkauf. Der gesamte Verkaufserlös wird dann gespendet “, erzählt Bernd Oldsen. In diesem Jahr hat der Taarstedter Bauunternehmer die Schleswiger Tafel als Begünstigte ausgewählt und die Summe großzügig aufgestockt. „Wenn man einmal bei der Lebensmittelausgabe zugesehen hat, wird man deutlich daran erinnert, dass es nicht allen Menschen so gut geht, wie einem selbst. Mit dieser Spende kann ich ein Stück meines Glücks weitergeben“ sagt der Maurermeister, der gleich noch ein paar Tannenbäume im Gepäck hatte, um sie weiter zu verschenken. Über die Verwendung des Geldes mussten die beiden Tafelleiterinnen nicht lange nachdenken: „Wir werden damit unsere Kinderschuh-Aktion im kommenden Herbst unterstützen“, waren sie sich schnell einig, sodass wieder ein paar Kinder mehr gewiss sein dürfen, im kommenden Winter nicht mit kaputten Schuhen und kalten Füßen durch Matsch und Schnee laufen zu müssen.

© 2017 Kirsten Schultz

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Stein auf Stein: Karriere aufbauen mit einer Ausbildung zum Maurer

Schaffen solide Fundamente: Bauunternehmer Bernd Oldsen und sein Auszubildender Finn Kuhrt.

Am 22. Februar heißt es „Daumen drücken“ im Baugeschäft Oldsen. Denn dann legt Max Kulling aus Twedt seine praktische Gesellen-Prüfung zum „Spezialfacharbeiter Maurer“ ab. Der Auszubildende ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich die Lehrzeit aufgrund guter Leistungen von drei auf zweieinhalb Jahre verkürzen lässt. „Wir rechnen mit einem sehr guten Abschneiden“, prophezeit Bernd Oldsen nicht ohne Stolz. Insgesamt fünf Auszubildende sind zurzeit in dem Taarstedter Unternehmen beschäftigt, zwei davon erlernen das Maurerhandwerk. „Der Mauerer schafft die Basis auf dem Bau“, betont Bernd Oldsen. Und genau das ist auch der Punkt, der Finn Kuhrt am meisten begeistert: „Ich habe die Entstehung eines Hauses von Anfang bis Ende begleitet“, freut sich der Auszubildende im zweiten Lehrjahr. Die abwechslungsreichen Tätigkeiten reichen vom Gießen von Betonsohlen und Fundamenten über das Erstellen von Innenmauerwerk oder Verblendmauerwerk bis hin zu Innen– und Außenputz. Dabei wird mit verschiedensten Materialien gearbeitet. Ein Spezialgebiet der Taarstedter ist das ökologische Bauen mit natürlichen Dämmstoffen und Lehm– oder Kalkputzen. Neben der Begeisterung für die handwerkliche Tätigkeit sollte der angehende Maurer das Arbeiten an der frischen Luft schätzen, ebenso wie die Arbeit im Team.“Wir sind im Maurer-Team meistens zu zweit oder zu dritt auf der Baustelle“, erklärt Bernd Oldsen. Ob als Vorarbeiter, Polier oder Meister— wer eine Ausbildung zum Maurer macht, setzt nicht nur auf der Baustelle den Grundstein, sondern schafft auch ein solides Fundament für das eigene Leben. Denn die Berufsaussichten nach der abgeschlossenen Lehre sind aufgrund der guten Auftragslage im Handwerk ausgezeichnet. Durch diverse Vereinfachungen und Verbesserungen wie kleinere Gebinde und Hebevorrichtungen oder Staubschutz ist der Beruf des Maurers wesentlich gesundheitsschonender geworden. Wer sich für die Ausbildung zum Spezialfacharbeiter Maurer bewerben möchte, sollte dieses möglichst früh, am besten schon mit dem vorletzten Abschlusszeugnis, tun. Empfehlenswert ist auch immer der Einstieg über ein Praktikum. „Gerne also in diesem Sommer schon für einen Ausbildungsbeginn im August 2019 bewerben“, rät Bernd Oldsen. Ausnahmsweise ist aufgrund der vorgezogenen Prüfung von Max Kulling auch in diesem Jahr noch ein Ausbildungsplatz frei. Bewerbungen bitte direkt per Mail an b.oldsen@bau-oldsen.de

© 2018 Kirsten Schultz

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Top ausgebildet: gleich vier Jung-Gesellen in den Familienbetrieben E. Johannsen GmbH – Peter Schulte

Freude über vier Jung-Gesellen bei den Familienbetrieben E. Johannsen GmbH – Peter Schulte

Gleich vierfachen Grund zur Freude gibt es bei den Firmen Peter Schulte und E. Johannsen in Böklund und Schleswig. Denn gleich vier Auszubildende der beiden zusammengehörenden Betriebe für Sanitär, Heizung und Klima bestanden ihre Gesellenprüfung. Die feierliche Freisprechung erfolgte im Gasthaus Schlei-Liesel in Güby. Mit den drei Hammerschlägen und den Worten „Ehrbarkeit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit“ überreichte Obermeister Tim Schulte die Gesellenbriefe.

„Wir sind sehr stolz auf die Leistung unserer Auszubildenden“, betonte Senior Peter Schulte mit einem strahlenden Lächeln. Einer der frischgebackenen Gesellen ist Malte Teutsch. Er hatte bereits eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann abgeschlossen und verfügte über eine mehrjährige Berufserfahrung im Heizungs- und Sanitärgroßhandel. „Ich wollte statt meiner Bürotätigkeit lieber etwas Handwerkliches machen“, begründet er seine doppelte Ausbildung. Eine gute Entscheidung. Denn so konnte er nach einer verkürzten Lehrzeit eine sehr erfolgreiche Prüfung ablegen und wird künftig als Anlagenmechaniker-Geselle übernommen und im Kundendienst arbeiten. Andere Pläne hat Karsten Lange, der bereits über eine Ausbildung zum Elektriker und Erfahrung als Zeitsoldat verfügte. Nun hat auch er nach 2,5 Jahren sehr erfolgreich die Ausbildung zum Anlagenmechaniker abgeschlossen. Darüber dürften sich ganz besonders seine Eltern freuen. Denn ab Februar 2018 wechselt Karsten Lange nun in den elterlichen Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern und plant, ab September 2018 die Meisterschule zu besuchen. Pierre Grätz hingegen kam direkt nach der Schule in den Ausbildungsbetrieb und möchte nun zur Bundeswehr. „Er hat sehr jung bei uns angefangen, aber nach kurzer Zeit entsprechenden Biss und Ehrgeiz entwickelt, sodass auch er einen guten Abschluss hinlegen konnte“, erzählt Juniorchef Marc Peter Schulte.

Stolz kann auch Jaime Hernandez Rosón auf seinen Abschluss sein. Vor vier Jahren war er nach Schleswig gekommen, um im Rahmen des von der Bundesagentur  für Arbeit initiierten Projektes "Job of my life" das „Wagnis Deutschland“ anzutreten. Bei Heizung und Sanitär Peter Schulte bzw. in der Schleswiger Firma E. Johannsen fand er einen geeigneten Ausbildungsplatz und auch die Betreuung, die es ihm ermöglichte, seinen Weg zu gehen. „Er hatte zunächst sprachliche Probleme, war eher zurückhaltend und sehr still, aber sehr wissbegierig und lernwillig. Zunächst wohnte er in einer 3-er WG  mit spanischen Kollegen, die allerdings  im 1. Jahr die Ausbildung abgebrochen haben. Nach einem Jahr bezog Jaime dann eine eigene kleine Wohnung. Seit er nicht mehr so viel Gelegenheit hatte, spanisch zu sprechen, hat sich sein Deutsch sehr verbessert“, lobt Ulrike Schulte. Mit seinen gut dreißig Jahren bringt er genügend Lebenserfahrung mit, um zu wissen, worauf es ankommt. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind ihm wichtig - ebenso wie das Bestreben, möglichst viel zu lernen. Trotz der Sprachbarrieren hat Jaime einen der besten Abschlüsse. „Aus ihm ist der ideale Baustellenhandwerker geworden“, sagt Ausbilder Marc Peter Schulte und freut sich, dass Jaime in Deutschland und im Unternehmen bleiben wird.