News 2018

 

 

Steuerberater-Tipps von Weitkamp, Hirsch & Kollegen

Kassennachschau ab 2018

Die Finanzverwaltung hat ab 01.01.2018 die Möglichkeit einer Kassennachschau. Zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Aufzeichnung und Buchung von Kasseneinnahmen und Kassenausgaben können Finanzbeamte - ohne vorherige Ankündigung, außerhalb einer Außenprüfung und während der üblichen Geschäfts- und Arbeitszeiten Geschäftsgrundstücke und Geschäftsräume von Steuerpflichtigen betreten, um Sachverhalte festzustellen, die für die Besteuerung erheblich sein können. Der Steuerpflichtige hat auf Verlangen Aufzeichnungen, Bücher sowie die für Kassenführung erheblichen sonstigen Organisationsunterlagen vorzulegen. Hierbei ist noch einmal auf die Verfahrensdokumentation hinzuweisen, diese soll bestehen aus einer allgemeinen Beschreibung, einer Anwender-, einer technischen System- und einer Betriebsdokumentation. Sollten diese Sachen nicht vorliegen, kann es zur Verwerfung der Buchführung kommen und zu erheblichen Hinzuschätzungen.

Höhere Wertgrenzen bei geringwertigen Wirtschaftsgütern

Ab 01.01.2018 gelten bei der Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG´s) höhere Wertgrenzen. Die Wertgrenze ist von 410,00 Euro auf 800,00 Euro erhöht worden. Der Betrag von 800,00 Euro ist ein Nettobetrag (ohne Umsatzsteuer).

Höhe der Nachzahlungszinsen verfassungswidrig?

Seit der anhaltenden Niedrigzinsphase werden die Finanzgerichte immer wieder mit der Frage beschäftigt, ob die Höhe des gesetzlichen Zinssatzes von 6% im Jahr für Steuernachzahlungen verfassungswidrig ist. Diesbezüglich ist ein Verfahren bei dem Bundesfinanzhof in München anhängig. Insoweit sollte gegen den hohen Nachzahlungszins Einspruch eingelegt werden.

(Foto: ALDO)

Schöne Bescherung bei der Schleswiger Tafel: Baugeschäft Bernd Oldsen beschert warme Kinderfüße

Bauunternehmer Bernd Oldsen sorgte für leuchtende Augen bei der Schleswiger Tafel.

Die Freude bei Cathérine Matzen und Christa Spruner von Mertz war groß, als Bernd Oldsen im November letzten Jahres die Nachricht überbrachte, dass er ein Geschenk für die Schleswiger Tafel plante. „Wir versorgen als Einrichtung unter Trägerschaft der Johanniter–Unfallhilfe e.V. rund 600 Familien aus Schleswig und dem Umland. Wir sind über jede Spende absolut glücklich und freuen uns über die Wertschätzung und Unterstützung unserer Arbeit“, versichern die beiden Tafelleiterinnen. Die Übergabe des symbolischen Schecks über 500 Euro am 13. Dezember sorgte für leuchtende Augen nicht nur bei den Beschenkten, sondern auch beim Spender selbst. „Wir veranstalten jedes Jahr am ersten Freitag im Dezember ein Punschtrinken mit einem kleinen Weihnachtsbaumverkauf. Der gesamte Verkaufserlös wird dann gespendet “, erzählt Bernd Oldsen. In diesem Jahr hat der Taarstedter Bauunternehmer die Schleswiger Tafel als Begünstigte ausgewählt und die Summe großzügig aufgestockt. „Wenn man einmal bei der Lebensmittelausgabe zugesehen hat, wird man deutlich daran erinnert, dass es nicht allen Menschen so gut geht, wie einem selbst. Mit dieser Spende kann ich ein Stück meines Glücks weitergeben“ sagt der Maurermeister, der gleich noch ein paar Tannenbäume im Gepäck hatte, um sie weiter zu verschenken. Über die Verwendung des Geldes mussten die beiden Tafelleiterinnen nicht lange nachdenken: „Wir werden damit unsere Kinderschuh-Aktion im kommenden Herbst unterstützen“, waren sie sich schnell einig, sodass wieder ein paar Kinder mehr gewiss sein dürfen, im kommenden Winter nicht mit kaputten Schuhen und kalten Füßen durch Matsch und Schnee laufen zu müssen.

© 2017 Kirsten Schultz

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Stein auf Stein: Karriere aufbauen mit einer Ausbildung zum Maurer

Schaffen solide Fundamente: Bauunternehmer Bernd Oldsen und sein Auszubildender Finn Kuhrt.

Am 22. Februar heißt es „Daumen drücken“ im Baugeschäft Oldsen. Denn dann legt Max Kulling aus Twedt seine praktische Gesellen-Prüfung zum „Spezialfacharbeiter Maurer“ ab. Der Auszubildende ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich die Lehrzeit aufgrund guter Leistungen von drei auf zweieinhalb Jahre verkürzen lässt. „Wir rechnen mit einem sehr guten Abschneiden“, prophezeit Bernd Oldsen nicht ohne Stolz. Insgesamt fünf Auszubildende sind zurzeit in dem Taarstedter Unternehmen beschäftigt, zwei davon erlernen das Maurerhandwerk. „Der Mauerer schafft die Basis auf dem Bau“, betont Bernd Oldsen. Und genau das ist auch der Punkt, der Finn Kuhrt am meisten begeistert: „Ich habe die Entstehung eines Hauses von Anfang bis Ende begleitet“, freut sich der Auszubildende im zweiten Lehrjahr. Die abwechslungsreichen Tätigkeiten reichen vom Gießen von Betonsohlen und Fundamenten über das Erstellen von Innenmauerwerk oder Verblendmauerwerk bis hin zu Innen– und Außenputz. Dabei wird mit verschiedensten Materialien gearbeitet. Ein Spezialgebiet der Taarstedter ist das ökologische Bauen mit natürlichen Dämmstoffen und Lehm– oder Kalkputzen. Neben der Begeisterung für die handwerkliche Tätigkeit sollte der angehende Maurer das Arbeiten an der frischen Luft schätzen, ebenso wie die Arbeit im Team.“Wir sind im Maurer-Team meistens zu zweit oder zu dritt auf der Baustelle“, erklärt Bernd Oldsen. Ob als Vorarbeiter, Polier oder Meister— wer eine Ausbildung zum Maurer macht, setzt nicht nur auf der Baustelle den Grundstein, sondern schafft auch ein solides Fundament für das eigene Leben. Denn die Berufsaussichten nach der abgeschlossenen Lehre sind aufgrund der guten Auftragslage im Handwerk ausgezeichnet. Durch diverse Vereinfachungen und Verbesserungen wie kleinere Gebinde und Hebevorrichtungen oder Staubschutz ist der Beruf des Maurers wesentlich gesundheitsschonender geworden. Wer sich für die Ausbildung zum Spezialfacharbeiter Maurer bewerben möchte, sollte dieses möglichst früh, am besten schon mit dem vorletzten Abschlusszeugnis, tun. Empfehlenswert ist auch immer der Einstieg über ein Praktikum. „Gerne also in diesem Sommer schon für einen Ausbildungsbeginn im August 2019 bewerben“, rät Bernd Oldsen. Ausnahmsweise ist aufgrund der vorgezogenen Prüfung von Max Kulling auch in diesem Jahr noch ein Ausbildungsplatz frei. Bewerbungen bitte direkt per Mail an b.oldsen@bau-oldsen.de

© 2018 Kirsten Schultz

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Top ausgebildet: gleich vier Jung-Gesellen in den Familienbetrieben E. Johannsen GmbH – Peter Schulte

Freude über vier Jung-Gesellen bei den Familienbetrieben E. Johannsen GmbH – Peter Schulte

Gleich vierfachen Grund zur Freude gibt es bei den Firmen Peter Schulte und E. Johannsen in Böklund und Schleswig. Denn gleich vier Auszubildende der beiden zusammengehörenden Betriebe für Sanitär, Heizung und Klima bestanden ihre Gesellenprüfung. Die feierliche Freisprechung erfolgte im Gasthaus Schlei-Liesel in Güby. Mit den drei Hammerschlägen und den Worten „Ehrbarkeit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit“ überreichte Obermeister Tim Schulte die Gesellenbriefe.

„Wir sind sehr stolz auf die Leistung unserer Auszubildenden“, betonte Senior Peter Schulte mit einem strahlenden Lächeln. Einer der frischgebackenen Gesellen ist Malte Teutsch. Er hatte bereits eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann abgeschlossen und verfügte über eine mehrjährige Berufserfahrung im Heizungs- und Sanitärgroßhandel. „Ich wollte statt meiner Bürotätigkeit lieber etwas Handwerkliches machen“, begründet er seine doppelte Ausbildung. Eine gute Entscheidung. Denn so konnte er nach einer verkürzten Lehrzeit eine sehr erfolgreiche Prüfung ablegen und wird künftig als Anlagenmechaniker-Geselle übernommen und im Kundendienst arbeiten. Andere Pläne hat Karsten Lange, der bereits über eine Ausbildung zum Elektriker und Erfahrung als Zeitsoldat verfügte. Nun hat auch er nach 2,5 Jahren sehr erfolgreich die Ausbildung zum Anlagenmechaniker abgeschlossen. Darüber dürften sich ganz besonders seine Eltern freuen. Denn ab Februar 2018 wechselt Karsten Lange nun in den elterlichen Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern und plant, ab September 2018 die Meisterschule zu besuchen. Pierre Grätz hingegen kam direkt nach der Schule in den Ausbildungsbetrieb und möchte nun zur Bundeswehr. „Er hat sehr jung bei uns angefangen, aber nach kurzer Zeit entsprechenden Biss und Ehrgeiz entwickelt, sodass auch er einen guten Abschluss hinlegen konnte“, erzählt Juniorchef Marc Peter Schulte.

Stolz kann auch Jaime Hernandez Rosón auf seinen Abschluss sein. Vor vier Jahren war er nach Schleswig gekommen, um im Rahmen des von der Bundesagentur  für Arbeit initiierten Projektes "Job of my life" das „Wagnis Deutschland“ anzutreten. Bei Heizung und Sanitär Peter Schulte bzw. in der Schleswiger Firma E. Johannsen fand er einen geeigneten Ausbildungsplatz und auch die Betreuung, die es ihm ermöglichte, seinen Weg zu gehen. „Er hatte zunächst sprachliche Probleme, war eher zurückhaltend und sehr still, aber sehr wissbegierig und lernwillig. Zunächst wohnte er in einer 3-er WG  mit spanischen Kollegen, die allerdings  im 1. Jahr die Ausbildung abgebrochen haben. Nach einem Jahr bezog Jaime dann eine eigene kleine Wohnung. Seit er nicht mehr so viel Gelegenheit hatte, spanisch zu sprechen, hat sich sein Deutsch sehr verbessert“, lobt Ulrike Schulte. Mit seinen gut dreißig Jahren bringt er genügend Lebenserfahrung mit, um zu wissen, worauf es ankommt. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind ihm wichtig - ebenso wie das Bestreben, möglichst viel zu lernen. Trotz der Sprachbarrieren hat Jaime einen der besten Abschlüsse. „Aus ihm ist der ideale Baustellenhandwerker geworden“, sagt Ausbilder Marc Peter Schulte und freut sich, dass Jaime in Deutschland und im Unternehmen bleiben wird.